Licht und Schatten

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KOMMENTAR- Der Rasierprodukthersteller Mühle Rasierkultur hat einen Klingensammler für Rasierhobelklingen herausgebracht. Die Klingen spannen Nutzer traditioneller Rasiergriffe in den Rasierhobel. Nach einigen Rasuren sind die Klingen zu stumpf für eine verletzungsfreie Rasur, stellen aber immernoch bei der Entsorgung eine Verletzungsgefahr dar. 

Der Klingensammler ist aus Porzellan und mit seiner Größe von 75 mal 64 Milimetern gut in jedem Badezimmer unterzubringen. Das Mühle Logo ist dezent angebracht. Mit dem Klingensammler hat Mühle den Rasierfans eine Innovation beschert, landen die gebrauchten doch oft in mehr oder weniger stilvollen Badmüllbehältnissen. Selbst britische Hoflieferanten wie D.R. Harris oder Penhaligon’s haben keinen Klingensammler im Sortiment.

Schade ist, dass der Rasurliebhaber die Porzellandose nicht lehren kann. Der Klingensammler teilt so eines Tages das Schicksal von Porzellansparscheinen ohne Öffnung am Bauch. Soll der Rasurfan seine liebgewonnene Dose dann samt Klingen in den Müll werfen oder als Reliquie in den Schrank stellen? Angesichts der begrenzten Einsatzdauer ist das Preis-Leistungsverhältnis schlecht. Es ist dennoch eine Innovation, hätte aber eine wiederverschießbare Öffnung an der Unterseite verdient gehabt. Der neu vorgestellte Klingensammler ist etwas für eingefleischte Nassrasurliebhaber, die eine Neuanschaffung in einigen Jahren nicht scheuen.

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