Die Weste als großflächiges Accessoire

Westen kennt man aus Wildwest-Streifen, Gangsterfilmen und von Bankdirektoren. Im Gegensatz dazu hat das Münchner Label Dornschild die Weste zum Stil-Accessoire erhoben. „Unsere Westen sind wie ein Sakko ohne Ärmel“ sagt Dornschild-Gründer Jörn Boysen, der Dornschild gegründet hat um hochwertige Westen anzubieten. Westen sind ein unterschätztes und äußerst vielseitiges Kleidungsstück für Männer, die mit wenig Aufwand viele Stylingmöglichkeiten haben möchten. 

Der Name Dornschild kam Boysen in einer nächtlichen Eingebung. Deutsch, etwas aristokratisch und edel sollte der Name klingen. Das Design entsteht in München, die Westen lässt Dornschild in Italien produzieren und verwendet nur Stoffe aus dem Modeland. In der Münchner Niederlassung hängen jede Menge Entwürfe und Zeichnungen. Derzeit bietet das Münchner Label elf Westenmodelle an. Die Spanne reicht von Zweireihern, Westen mit Revers, einfachen Westen und sogar eine Smokingweste gab es einmal. Die Westen sind bei den hochwertigen Bekleidungsgeschäften wie Volker Beck in München und weiteren ausgewählten Geschäften zu bekommen. Dornschild betreibt außerdem einen Onlineshop. 

„Am Anfang wußten wir nicht, wie uns diese guten Herrenausstatter einordnen würden“, sagt Dornschild-Gründer Jörn Boysen „erfreulicherweise haben sie uns neben Armani gehängt“. Die Startkollektion war rasch ausverkauft. 

Die Herausforderung bei der Westenherstellung ist einerseits die Skalierung der Muster auf die große Fläche und andererseits die Befestigung der Knöpfe. Wer schon einmal in Asien einen eher günstigen Maßanzug hat anfertigen lassen, weiß, wie kritisch die Knopfbefestigung und Qualität ist. Bei den eng am Körper anliegenden Westen stellt sich diese Herausforderung in zweifacher Art: Einerseits wegen den Kräften, die auf den Knopf einwirken, andererseits wegen dem dicken, hochwertigen Stoff, an dem die Knöpfe angenäht sind. 

„Mit einer Weste bist Du sofort angezogen“

Die Dornschildwesten sind für sich schon ein Accessoire. Boysen nennt sie „großflächiges Accessoire“. Mit verschiedenen Farben, Schnitten und Mustern können sie eine Jacke ersetzen. Aber auch als kontrastreiche Weste unter dem Sakko sind sie denkbar, ohne wie Al Capone auszusehen. Über einem Pullover kann sie wärmen. Die allermeisten der Modelle haben eine kleine Brusttasche für ein Einstecktuch. Eines liefert Dornschild immer mit.

Während die normale Weste beim Dreiteiler eher konservativ daherkommt, hat Dornschild mit seinen Westen ein außergewöhnliches Kleidungsstück entworfen. Viele der Modelle stellt das Label als Anregung gleich mit Schal und Sakko dar. Eine Regel gibt es dann doch, der unterste Knopf soll offen bleiben- da versteht der Westen-Experte keinen Spass. Die Weste kann in Kombination mit einem Anzug formaler aussehen, als Jackenersatz jugendlich wirken oder mit Einstecktuch, Schal oder T-Shirt eine Mischung sein. Das haben auch einige Medienleute entdeckt und tragen die Westen in Fernsehsendungen und bei Veranstaltungen. Sehr flexibel einsetzbar ist sie, die Dornschild Weste und gut aussehen tut sie obendrein auch.

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